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Das Geschäft mit der Angst

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Mario Rönsch ist schon lange kein Unbekannter mehr. Angefangen mit der vermeidlichen Facebook Seite von Anonymous “Anonymous.Kollektiv” bis hin zum Waffen-Onlineshop “Migrantenschreck” ist alles dabei.

Rönsch hat das Geschäft mit der Angst verstanden. In den vergangenen sieben Monaten haben sich rund 200 besorgte Bürger aus Deutschland auf Migrantenschreck mit Schusswaffen eingedeckt. Nach dem die interne Kundendatenbank nun durch einen Informanten an die Polizei weitergegeben wurde, wurden Haushalte in 11 Bundesländern durchsucht. Dabei wurden diverse der Waffen und die dazu gehörende Munition gefunden. Außerdem wurden Datenträger sichergestellt.

Wir beschäftigen uns schon länger mit Mario Rönsch und seinen skrupellosen Geschäftsideen. Einen besonderen Blick haben wir dabei auf Migrantenschreck geworfen.

Auf Migrantenschreck werden derzeit 5 verschiedene Waffen plus dazugehörige Munition unter absurden Namen angeboten. Darunter auch die “Migrantenschreck HD130 Superior” für 749€. Bei der Waffe handelt es sich um eine vom ungarischen Waffenproduzenten “Keserű Művek Fegyvergyár” hergestellte Waffe. Dieser verkauft die Waffe für umgerechnet rund 315€. Rönsch verkauft diese Waffe also für über das doppelte vom Einkaufspreis.

Ein Einzelfall? Leider nicht. Alle Produkte auf Migrantenschreck werden für Wucherpreise angeboten. Egal ob Gewehr, Revolver, Armbrust oder Munition.

Migrantenschreck ist aber nicht der einzige Goldesel von Rönsch. Auch auf seiner Website “anonymousnews” verdient er Geld. In diesem Fall allerdings nicht mit fragwürdigen Verkäufen, sondern durch Fake-News. Mit Überschriften wie “Merkel-Regime will Kritik an Asylpolitik mit Kindesentzug bestrafen” zieht er besorgte Bürger auf seine Website. Pro Seite werden auf anonymousnews durchschnittlich fünf Werbeanzeigen angezeigt. Die Kombination aus vielen Klicks und viel Werbung macht Rönschs Website wertvoll. Derzeit wird die Seite anonymousnews auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Rönsch hat das Geschäft verstanden – und umgesetzt.

Frederik Greve

info@kein-mensch-ist-illegal.org
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